Auf der Hauptversammlung des Rhönklubs in Bad Neustadt wird der Antrag eingebracht, auf der Milseburg eine Schutzhütte zu errichten. Als Standort werden der Schittlauchfelsen und der Platz unterhalb der Kapelle vorgeschlagen. Die Versammlung entscheidet sich für die zweiten Vorschlag und Bewilligt zunächst 350,-- Mark.
12. August 1883
Die Hauptversammlung des Rhönklubs in Bischofsheim genehmigt den vorgelegten Bauplan und den Kosten Voranschlag in Höhe von 724,-- Mark.
Herbst 1883
Im Herbst wird noch mit dem Bau begonnen. Die Bauleitung hat der Freiherrliche Guttembergische Forstverwalter Richter aus Schackau übernommen.
Frühjahr 1884
Im Frühjahr wird der Bau vollendet. Die Baukosten werden mit 784,70 Mark beziffert.
29.Juni 1884
Am Fest Peter und Paul wird die neue Schutzhütte feierlich eingeweiht. Der 1. Hüttenwirt ist Pius Wehner aus Danzwiesen.
06.Januar 1982
Der Rhönklubbegründer Dr. Justus Schneider führt mit einigen Wanderfreunden eine Winterbesteigung der Milseburg durch. Einkehr in der Schutzhütte. Damit begründet Schneider die Tradition der jährlichen Dreikönigswanderung.
05.August 1894
Auf der Hauptversammlung des Rhönklubs in Bad Neistadt werden Klagen gegen die Wirtschaftsführung vorgebracht. Als unangenehm wird empfunden, dass sich die Küche im Aufenthaltsraum befindet. Daraufhin beschließt die Versammlung, die Hütte durch einen Küchenanbau zu erweitern.
16.April 1885
Der königliche Landrat von Gersfeld erteilt die Schankkonzession. In diesem Jahr wird die Hütte um einen Anbau für die Küche erweitert.
Herbst 1895
Der Vertrag mit dem Hüttenpächter Pius Wehner wird gelöst.
25.April 1896
Im April 1896 übernimmt der Erbauer und Besitzer des Hotels „Zur Milseburg“ , F.C. Nüdling, die Schutzhütte. Die Guttenbergische Verwaltung hatte zuvor ihren Wiederstand gegen diese Bewirtschaftung aufgegeben.
Nach dem 1.Weltkrieg übernimmt der bekannte Rhönmaler Julius von Kreyfeld die Milseburghütte als Pächter.
02.Oktober1924
Der Schwiegersohn Kryfelds, Otto Storch, pachtet ab 01. Oktober 1924 die Schutzhütte.
1925
Im Verlauf des Jahres 1925 wird die Hütte von Storch erweitert.
04.Juli 1929
Durch den Kapellenbrand, der durch Blitzschlag hervorgerufen wurde, entsteht auch großer Sach-schaden an der Milseburghütte. Mit erheblichem Kostenaufwand werden Reparaturarbeiten durchgeführt. Nach Otto Storchs Tod führt seine Witwe die Hütte bis 1951 weiter.
01.Mai 1951
Als neue Hüttenpächter zieht im Mai 1951 die Fuldaer Familie Mattern in die Milseburghütte ein..
05.Mai 1951
Offizielle Wiedereröffnung der Hütte nach dem Zweiten WeltKrieg durch den Rhönklubpräsidenten Oswald Milker.
04. Juli 1953
Ein Kugelblitz trifft die Milseburghütte und verursacht erheblichen Schaden an dem Gebäude.
1956
Bau einer Blitzableiteranlage auf der Schutzhütte.
1959
In diesem Jahr erfogt ein weiterer Anbau an die Hütte. Die Küche wird umgebaut und der Ausbau des neuen Kellers wird vorgenommen. Die Hütte erhalt noch einen Wohn- und Nebenraum für den Pächter.
Herbst 1967
Auf Wunsch der Familie Mattern wird das jahrelange und gute Pachtverhältnis aus Altersgrunden mit dem Hauptvorstand des Rhönklubs gelöst.
01. April 1968
Seit 1968 ist das Wirtepaar Ernst und Christel Bleuel für die Verköstigung der Wanderer zuständig.
03.Juni 1974
Sternewanderung zur Milseburg anlässlich des 90. Geburtstages der Milseburgschutzhütte.
In diesem Jahr wird der Fußboden der Hütte erneuert. Hierbei stellt sich heraus, dass das tragende Gebälk zum Teil morsch ist und unbedingt erneuert werden muß. Im Zuge dieser Arbeiten beschließt der Hauptvorstand, die Küche und den hinteren Aufenthaltsraum zu er-weitern.
Herbst 1977
In der Rhönwacht Heft 3/1977 wird für die Renovierung und Erweiterung der Hütte zu Spenden aufgerufen.
01.Juli 1984
Die Milseburghütte feiert ihr 100 jähriges Bestehen.
01. April 1993
Das Pächterehepaar Ernst un Christel Bleuel feiert ihr 25 jähriges Jubiläum auf der Milseburg.
06.August 2001
Der Rhönklub besteht 125 Jahre und das Schutzhaus auf der Milseburg 117 Jahre. Es ist das Rhönklubhaus, das am länsten im Rhönklubbesitz ist..
01.April 2003
35 Jahre sind Ernst und Christel Bleuel Hüttenwirte der Milseburgschutzhütte.
Herbst 2003
Spendenaufruf zur Sanierung des Daches un der Wetterseite.
8.April 2004
Der Vorstand trifft sich am Schneiderdenkmahl aus Anlass des 100. Todestages von Dr. Justus Schneider; Beratung über Sanierungsmaßnahmen an der Hütte.
Sommer 2004
Erneuerung des Daches der Hütte, der Dachrinnen. Verkleidung der Wetterseite mit Kupferblech. Die Kosten belaufen sich auf ca. 40.000 Euro.
26.Mai 2004
Brief an den Grundbesitzer von und zu Guttenberg mit der Bitte, dem Rhönklub das Gelände, auf dem die Hütte steht, zu verkaufen
03.August 2004
Erneuter Brief an Herrn von und zu Guttenberg.
06. Dezember2004
Der Hauptvorstand des Rhönklubs erhält ein Schreiben des Herrn von und zu Guttenberg mit der Kündigung des Pachtvertrages zum 31.Dezember 2005
Erhalt eines Nachtrages zum Kündigungsschreiben vom 6.Dezember 2004 mit der Forderung, der Erstzustand von 1883(Abriss der Hütte) soll hergestellt werden.
Februar 2005
Landrat Fritz Kramer wird um Hilfe gebeten.
1.November 2005
Krisensitzung im Hotel „Goldener Karpfen“ in Fulda wegen Spenden zum Kauf der Milseburg und somit zur Rettung der Hütte vor dem Abriss.
21.Dezember 2005
Unterzeichnung eines Kaufvertrages. Der Landkreis Fulda erwirbt das Areal der Milseburg. Die Finanzierung erfolgt durch Spendengelder aus der Region, durch das Land Hessen und den Landkreis Fulda sowie von den Rhönklub-Mitgliedern.
30.September 2006
Lösung des Pachtvertrages mit Ernst und Christel Bleuel, Petersberg..
01.Oktober 2006
Neue Pächter der Milseburghütte sind Wolfgang und Patrizia Kümpel aus Hofbieber-Schwarzbach.
26.06.2009
Benefizveranstaltung im Gemeindezentrum Hofbieber für die Sanierung der Sanitäranlagen. Neben der Chronik werden auch Beiträge aus Comedy und Musik dargebracht.
27. Juni 2009
Gemütlicher Hüttenabend anl. der 125-Jahr Feier.
28. Juni 2009
Sternwanderung aller Rhönklub Zweigvereine auf Milseburg zum Gottesdienst.